Baufinanzierungsdarlehen werden oft als
Annuitätendarlehen vergeben. Diese Darlehen
weisen eine monatlich feste Rate aus, die so
genannte Annuitätenrate, die während der
Zinsbindungszeit konstant bleibt. Da die
Zinsbindungszeit in der Regel für 5-15 Jahre
fest vereinbart wird, erreichen Kreditnehmer
hierdurch eine lange Planungssicherheit.
Die Annuitätenrate
Die monatliche Kreditrate bei
Annuitätendarlehen beinhaltet sowohl Zinsen
als auch Tilgung. Zu Beginn des
Darlehensabschlusses wird die Annuitätenrate
anhand des Darlehensbetrages sowie der vom
Kunden gewünschten Tilgungshöhe ermittelt.
Bei einem Darlehensbetrag von 100.000 Euro,
einem Zins von 4% p.a. und einer
anfänglichen Tilgung von einem Prozent
bedeutete dies eine Monatsrate von 416,67
Euro. Dabei sind in dieser Rate 333,33 Euro
Zinsen und lediglich 83,34 Euro Tilgung
enthalten. Die Zinsbelastung wird dabei
jeden Monat neu berechnet, und zwar auf
Basis der noch offenen Forderung.
Da die monatliche Rate konstant bleibt,
berechnet sich die Tilgung auf die Differenz
der Monatsrate zur Zinsrate. Die Tilgung
steigt somit jeden Monat an. Bereits nach
einem Jahr hat sich die Tilgung dabei auf
gut 88 Euro pro Monat erhöht, die
Zinsbelastung sinkt auf nur noch 330,00 Euro
monatlich.
Der Einfluss der Tilgungshöhe auf die
Restschuld und die Kreditlaufzeit
Viele Kreditnehmer wünschen sich bei ihrem
Baufinanzierungsdarlehen vor allem eine
niedrige Monatsrate, um die weiteren
Ausgaben meistern zu können. Aus diesem
Grund wird lediglich ein Tilgungssatz von
einem Prozent gewählt, die Laufzeit des
Darlehens beträgt dabei mehr als 30 Jahre.
Vor allem für junge Menschen ist diese
Option interessant, denn sie sehen die
Darlehensrate dabei als Alternative zur
monatlichen Mietzahlung.
Wie oben beschrieben reduziert sich jedoch
die Zinsbelastung mit jedem Monat, wenn die
Tilgungsleistungen verbucht werden. Je höher
diese Tilgungsleistungen sind, desto
niedriger wird die weitere Zinsbelastung und
der Tilgungsanteil in der Kreditrate steigt.
Aus diesem Grund ist es sinnvoll, bei einer
einmal niedrig vereinbarten Tilgung Guthaben
anzusparen, welches dann als Sondertilgung
genutzt werden kann. Diese Sondertilgung
reduziert die noch offene Restschuld enorm,
was auch die Zinsbelastung in der
Darlehensrate sowie die Tilgungsleistung
beeinflusst.
Gleiches gilt für eine bereits zu Beginn
höher vereinbarte Tilgung. So steigt zwar
die Monatsbelastung bei einer 2%igen Tilgung
auf 500 Euro, die Laufzeit reduziert sich
aber auf nur noch 27 Jahre. Der Grund
hierfür ist die schnellere Entschuldung
durch die monatlich höheren
Tilgungsleistungen. Bei einer anfänglichen
Tilgung von 5% wird dies noch deutlicher. In
diesem Fall müssen Kreditnehmer eine
Monatsrate von 750 Euro finanzieren können,
die Laufzeit verkürzt sich jedoch auf nicht
einmal 15 Jahre. Somit sind Kreditnehmer
deutlich schneller Schuldenfrei, auch die
Gesamtbelastung aus dem Darlehen sinkt, denn
die Zeit der Zinszahlung reduziert sich um
die Hälfte.
Die Vorteile einer hohen Tilgung
Neben der schnelleren Entschuldung haben
Kreditnehmer, die sich für einen hohen
Tilgungssatz entscheiden, zudem den Vorteil,
dass sie sich unter Umständen ihre Zinsen
für die gesamte Laufzeit festschreiben
lassen können. Durch die schnellere
Rückzahlung sind viele Banken zudem bereit,
einen niedrigeren Zins zu akzeptieren. Ein
Zinsvergleich zeigt die jeweiligen
Zinsvorteile.
Informationen zur
hohen Tilgung:
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