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Immobilie richtig bewerten

Der Kaufpreis einer Immobilie ist ein entscheidender Faktor, schließlich ist er ausschlaggebend für die Höhe der notwendigen Fremdmittel und somit für die monatliche Darlehensbelastung. Vor allem dann, wenn sich nach einigen Jahren herausstellt, dass der gezahlte Kaufpreis deutlich über dem derzeitigen Marktwert liegt, kann dies die eigentliche Freude über das Objekt stark trüben.

Muss das Objekt gar aus wirtschaftlichen oder privaten Gründen verkauft werden und kann mit dem Verkaufserlös der Kredit nicht gedeckt werden, drohen erhebliche Verluste.

 

Es ist daher sinnvoll, vor dem Kauf eine Wertermittlung des Objektes vorzunehmen. Alternativ kann auch der Immobilienmarkt der Region beleuchtet und Immobilienmakler befragt werden. Diese können zwar den Wert des Hauses nicht detailliert schätzen, sie können jedoch Auskunft über die Verkaufspreise ähnlicher Objekte geben.
 


Die Wertermittlung online tätigen


Nicht nur Banken nehmen bei der Beantragung eines Baudarlehens eine Wertermittlung vor. Auch Hauskäufer sollte diese vor der Unterschrift des Kaufvertrages durchführen. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Kaufpreis dem tatsächlichen Wert entspricht.


Grundsätzlich setzt sich der Wert eines Hauses aus dem Boden- und dem Sachwert zusammen. Der Bodenwert ist der Preis, der in der Region pro Quadratmeter erschlossenem Grundstück bezahlt wird. Der Bodenwert kann beim zuständigen Bauamt erfragt werden. Er richtet sich zum einen nach der Lage des Grundstücks sowie nach der Infrastruktur. Dazu wird der Sachwert addiert, also der Wert des eigentlichen Hauses. Dieser kann nur schwer geschätzt werden, da auch der bauliche Zustand berücksichtigt werden muss. Bei gut ausgestatteten Häusern, die kaum Mängel aufweisen, geht man davon aus, dass pro Quadratmeter Wohnfläche ein Wert von 900 Euro vorhanden ist.


Da die Wertermittlung für immer mehr Menschen wichtig ist, stehen auch im Internet Wertermittlungsrechner zur Verfügung. Nach der Angabe des Bundeslandes, in dem das Haus steht sowie dem Wohnort und der Ausstattung wird hier ein fairer Wert ermittelt. Dieser ist jedoch nur überschlägig anzusehen, da der Immobilienmarkt einer Region nie detailliert geprüft werden kann.
 


Die Wertermittlung durch Sachverständige


Wer ein Haus kaufen möchte und nicht sicher ist, ob der Kaufpreis tatsächlich dem Wert der Immobilie entspricht, kann auch einen Sachverständigen bitten, das Haus zu besichtigen. Dies ist vor allem bei älteren Objekten sinnvoll, bei denen unter Umständen versteckte Mängel vorhanden sein können. Der Sachverständige ist dabei durch seine Ausbildung sowie seine bisherige Erfahrung in der Lage, ein Objekt zu begutachten und seinen Wert festzustellen. Gegenüber der Online-Wertermittlung haben Immobilienkäufer durch die Wertermittlung des Sachverständigen einen tatsächlichen Wert, der sich am Zustand der Immobilie sowie an der Lage des Objektes orientiert. Diese Wertermittlung ist somit weitaus genauer. Allerdings liegen die Kosten hierfür auch um einiges höher.

 


Sollten im Anschluss an den Kaufvertrag Streitigkeiten entstehen oder auch spätere Mängel offensichtlich werden, kann das Gutachten des Sachverständigen bei gerichtlichen Auseinandersetzungen helfen. Wichtig ist jedoch, dass ein amtlich anerkannter Sachverständiger dieses Gutachten erstellt. Die Anerkennung des Gutachters kann dabei anhand der Ausbildung nachgewiesen werden.

 

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